Fahrradabstellanlagen im Bereich des S-Bahnhofs Nord (10.06.2012)

Begründung:

Die Fahrradabstellmöglichkeiten im Bereich des S-Bahnhofs Puchheim reichen insbesondere auf der Nordseite schon seit längeren nicht mehr aus. Der MVV hat in einem Gutachten vom 22.07.2011 dargelegt, dass ca. 15% der Räder außerhalb der Fahrradständer abgestellt sind. Statt der vorhandenen 405 Stellplätze wären auf der Nordseite bis zu 500 Stellplätze erforderlich.

Die im letzten Jahr ins Auge gefasste Umwandlung von 8 PkW-Stellplätzen auf der Seite zum Birkengarten hin in Flächen mit Fahrradständern wird sowohl vom MVV als auch von den Puchheimer Grünen auf Grund der ungünstigen Lage sehr kritisch gesehen. Radfahrer müssten immer die PkW-Zufahrt/Ausfahrt des Parkplatzes sowie den Buskreisel überqueren, was aus Sicherheitsgründen abzulehnen ist.

Daher kommt für eine Erweiterung der Nahbereich um die vorhandenen überdachten Abstellplätze in Frage. Dabei bietet es sich an, den überdimensionierten Wartebereich für Fahrradständer zu nutzen. Durch Entfernung der Rückwand sowie ein (teilweises) Entfernen oder Verschieben der Seitenwände kann die Zahl der Stellplätze optimiert werden. Eine Verlängern des bestehenden Daches nach Norden für eine weitere Reihe von Fahrradständern würde eine zusätzliche Verbesserung bringen.

Heute werden Fahrräder immer auch am Vorplatz entlang des Zaunes zur Unterführung abgestellt (kurzer Weg nach unten). Daher schlagen wir vor, hier ebenfalls eine Reihe von Fahrradständern anzubringen. Eine Überdachung ist dort aber aus gestalterischen Gründen nicht vorzusehen.

Zusätzliche Fahrradständer sollen auch auf der Westseite der Unterführung entstehen. Das Argument, dass diese Abstellplätze zu weit weg wären, lässt sich durch einfaches Abmessen der Wegstrecken entkräften. Die Wege zum Bahnsteig sind von hier auch nicht länger als von den noch gut genutzten Fahrradständern im östlichen Bereich. Zudem sind sie für die Radfahrer, die von der Oberen Lagerstraße her kommen, rascher zugänglich. Auch das Argument, dass es hier zusätzliche Probleme im Kreuzungsbereich von Fahrradunterführung und Zugang zur Unterführung für Fußgänger geben könne, steht den Vorschlag nicht entgegen. Denn Personen, die von der Oberen Lagerstraße zum Bahnhof kommen, müssen in jedem Fall diesen Kreuzungsbereich queren. Hier ist auf möglichst gute Sicht und rücksichtsvolles Verhalten der Verkehrsteilnehmer zu achten.

Die Mehrzahl der vorhandenen Fahrradständer ist viel zu eng, so dass es z.B. immer wieder zu Beschädigungen an Fahrrädern kommt. Die neu errichteten Fahrradständer sollen daher größere Abstände aufweisen. Es ist wünschenswert, dass nach Realisierung der Maßnahmen auch die vorhandenen Fahrradständer durch diesen modernen Typ ersetzt werden.

Die vorgeschlagenen Lösungen kollidieren nicht mit einer möglichen Errichtung eines behindertenfreundlichen Außenbahnsteigs auf der Nordseite.

Möglicherweise ist es sinnvoll, einen erfahrenen Fachplaner einzubeziehen, um die optimale Anordnung der Fahrradständer auf der verfügbaren Fläche zu bestimmen

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