Die Mobilität der Zukunft ist umwelt- und klimafreundlich, bezahlbar und vernetzt. Eine gute Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsträger Bahn, Bus, Sharing-Auto, Fahrrad und Lastenfahrrad kann durch den Betrieb von Mobilitätsstationen gefördert werden. Wir GRÜNE wollen Bahn-, Bus-, Fuß- und Radverkehr in Puchheim so bequem, schnell und effizient machen, dass eine attraktive Alternative zum Auto besteht. So können wir eine gesunde Umwelt, weniger Lärm und mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität in unserer Stadt erreichen.
Deswegen fordern wir GRÜNE
- den Ausbau der S4 sowie den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs mit Errichtung eines Außenbahnsteiges auf der Nordseite so rasch wie möglich. Der heutige Zustand ist für Menschen mit körperlichen Einschränkungen, Seniorinnen und Senioren, Personen mit Kinderwägen und Personen mit Gepäck weiterhin nicht akzeptabel. Die 2025 beauftragte Vorplanung ist voranzutreiben.
- den Ausbau und die Beschleunigung des Busverkehrs, denn angesichts steigender Fahrgastzahlen müssen die vorhandenen Linien weitergeführt werden. Vor allem in den Tagesrandzeiten und am Wochenende ist die Taktung des Busangebotes zu erhöhen. Die neuen Elektrobusse bedeuten weniger Lärm und Abgase und sollen künftig überall eingesetzt werden.
- eine verträgliche Gestaltung des Autoverkehrs mit Geschwindigkeitsreduzierungen und Tempo 30 Regelungen dort, wo die rechtlichen Voraussetzungen nach der neuen Straßenverkehrsordnung dafür vorliegen. Zur Stärkung der E-Mobilität und zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Stadt schlagen wir vor
- die öffentliche Ladeinfrastruktur für E-Mobilität weiter auszubauen, um die Nutzung von E-Autos überall in Puchheim zu ermöglichen,
- den „verkehrsberuhigten Geschäftsbereich“ mit Tempo 20 in der Lochhauser Straße vom Bahnhof bis zur Bäumlstraße zu verlängern,
- Planung und Mitarbeit durch die Stadtverwaltung zu Ausweichverkehren bei Großbaustellen in der Umgebung, wie z.B. beim Neubau der Verbindung zwischen Gröbenzell und Lochhausen oder dem Ausbau der A99-West/Aubinger Tunnel.
- mehr Leichtigkeit für den Rad- und Fußverkehr, da vor allem das Radfahren im Alltag immer bedeutsamer wird, nicht nur für kleine Besorgungen oder auf dem Weg zur S-Bahn, sondern auch für größere Distanzen was auch mit einer zunehmenden Zahl von E-Bikes zu tun hat. Konkrete Vorschläge und Maßnahmen für eine komfortable und sichere Mobilität zu Fuß und mit dem Rad sind:
- Umsetzung der Maßnahmen gemäß dem örtlichen Radverkehrskonzept (z.B. Fahrradstraßen, Abbau von Barrieren, Beschilderung),
- gute Erreichbarkeit von Schulen über markierte Fahrradstraßen,
- gute Erreichbarkeit von Einkaufsmöglichkeiten mit dem Rad,
- mehr und qualitativ hochwertige Fahrradständer am Bahnhof,
- gute Anbindung an das überörtliche Radwegenetz,
- Planungen unterstützen für einen Fahrradschnellweg von Fürstenfeldbruck nach München über Puchheim,
- fußgängerfreundliche Planung mit breiten Fußwegen,
- Sanierung des Laurenzer Weges und eine ökologisch verträgliche Beleuchtung mit Bewegungsmeldern,
- Konzept für die Lagerstraße mit Fahrradstreifen,
- getrennt geführter Fußweg entlang der Alten Bahnhofstraße zwischen Feuerwehr und „Spiegl-Hof“ in Puchheim-Ort,
- Verlängerung des Fahrradschutzstreifens in der Allinger Straße stadtauswärts vom Ihleweg bis zum Kreisverkehr Eichenauer Straße/Hauptstraße,
- zweistöckiges „Parkdeck“ auf der Nordseite des Bahnhofs mit der Möglichkeit Fahrräder sicher unterzustellen. Das Parkdeck dient als Lärmschutz für die Anwohner der Lochhauser Straße. Über das Dach des Parkdecks und einer Brücke über die Bahnhofsunterführung soll der Fahrradschnellweg von Fürstenfeldbruck nach München geführt werden. Die Eichenauer Straße auf Münchner Flur sollte als Teil des Fahrradschnellweges genutzt werden.